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Aikijutsu

Was ist Aikijutsu


 

AI

ist die Harmonie und Liebe zu den Menschen und der Natur, ebenso die Ausgewogenheit zwischen Körper und Geist.

 

 

KI

steht im japanischen für geistige, innere Kraft, auch Willenstärke oder Lebensenergie, welche jeder mehr oder weniger ausstrahlt.

 

 

JUTSU

bedeutet nachgeben oder ausweichen oder wörtlich „sanfte Kunst“

 

Der Gründer des Aikijutsu

Sokaku Takeda

Er wurde 10. Oktober 1859 in Aizu (Fukushima-Präfektur) geboren. Er war einer der größten Budo-Meister seiner Zeit. Er erlernte von seinem Vater, Takeda Sokichi, Daito Ryu Aikijutsu, Kenjutsu, Bōjutsu und Sumō. Nach der Meiji-Restoration 1868 wurde den Samurai das Tragen der Schwerter verboten und Sokaku Takeda konzentrierte sich hauptsächlich auf die waffenlose Kampfkunst. Im Jahr 1875 ging er ins Kloster um Shinto-Priester zu werden, entschied sich aber leztendlich doch für das weltliche Leben. Takeda Sensei war einer der ersten Kampfkunstlehrer, die ihre Kunst auch außerhalb der eigenen Familie unterrichteten. Sein bekanntester Schüler war Morihei Ueshiba, der Gründer des Aikido. Während den 4 Jahren bei Takeda Sensei legte Morihei Ueshiba das technische Fundament für das spätere Aikido. Sokaku Takeda starb am 25. April 1943 in der Aomori-Präfektur.

 

Aikijutsu

ist ein modernes, aus Japan stammende Kampfkunstsystem und ist verwandt mit den etablierten japanischen Kampfkünsten Jiu-Jitsu , Judo, Karate und Aikido. Aus diesem Grund gibt es einige Gemeinsamkeiten mit den obengenannten Kampfkünste, vor allem im Bezug auf das Arbeiten mit der Kraft, Energie des Angreifers und der runden Bewegungen. Anders als beim klassischen Aikido steht hier nicht das „Do=Weg“ im Vordergrund, sondern die Technik im Rahmen der Selbstverteidigung. Aikijutsu ist eine Kampfkunst voller Harmonie und Ästhetik weicher, runder Bewegungen, die aber auch abrupt hart und kompromisslos sein können. Der Augenblick des Berührens ist der entscheidene Moment zum Handeln. Der Angreifer wird in eine Drehbewegung einbezogen, seines Mittelpunktes beraubt und geworfen oder mit einem Hebel zur Aufgabe gezwungen. Im Aikijutsu liegt der Schwerpunkt auf Würfe- und Hebeltechniken, kombiniert mit Schlag, Tritt- und Bodentechniken, ermöglichen auch einen körperlich Unterlegenen, den Angreifer zu überwältigen. Der Angreifer wird mittels gezielter Technik an empfindliche Stellen des Körpers in einen Zustand der Handlungsunfähigkeit versetzt und zur Kampfaufgabe gezwungen. Die Verteidigung gegen Würgen, Umklammern, Messer, Stock, Pistole oder mehrere Angreifer runden die Ausbildung ab. Das Ziel in unserem Training ist, ein Gespür für Konfliktsituationen zu entwickeln und körperlich wie auch mental bereit zu sein. Durch die perfekte Mischung von verschiedenen Kampfkünsten ist Aikijutsu mit eines der effektivsten Kampfkunstsysteme, die je entwickelt wurden.

Unterschied von Aikijutsu zu Aikido

Gemeinsamkeiten von Aikijutsu und Aikido sind das Ki-Prinzip „Energie“ und des Shite „Weichheit“ (derjenige, der die Technik durchführt), wobei das Ki im Aikijutsu am Anfang einer Technik besonders stark eingesetzt wird. Im Aikijutsu wird der Angreifer von vornherein in den Zustand einer „angriffsunfähigen Blockiertheit“ geführt, der bis Ende einer Technik, also bis zum Wurf oder bis zum Festhalten, nicht gelockert werden soll. Ein weiteres Kennzeichen von Aikijutsu ist der gerade Weg beim Werfen nach unten. Die Techniken des Aikijutsu können daher eher auf kleinem Raum stattfinden, während Aikido mit seinen fließenden und größeren Bewegung überwiegend mehr Platz benötigt. Nach langjähriger Aikido-Praxis muss man zunächst gründlich umdenken, wenn man den Eingang zu den Aikijutsu-Techniken und deren Bewegung erlernen möchte. Relativ bald versteht man jedoch, dass Aikijutsu und Aikido sich ergänzen und aufeinander aufbauen. Insbesondere die Übung des „starken Ki-Einganges“ zu Beginn der Technik im Aikijutsu hilft die Ki-Führung im Aikido zu entwickeln und zu festigen.

 

Keine Wettkämpfe
Aikijutsu kennt keine Wettkämpfe, keine Turniere und keine Wettbewerbe, wie dies in vielen „Sportarten“ üblich ist. Damit entfällt beim Aikijutsu auch die allseits praktizierte und belastende Rivalität; es entsteht eine besonders angenehme und friedvolle Übungsatmosphäre. Geübt wird mit dem Partner oder der Partnerin im ständigen Wechsel, wobei man einmal den Angreifer (Uke) und dann wieder den Verteidiger (Nage) „spielt“. Jede Art von Leistungsvergleich ist dem Gedanken des Aikijutsu fremd.

 

Förderung von Körper und Geist
Jeder der regelmäßig  Aikijitsu treibt bleibt fit. Vielseitige Bewegungsformen garantieren ein hervorragendes Organ- und Kreislauftraining. Beim Aikijitsu wird aber zusätzlich auf den richtigen Muskeltonus und eine entspannte Atmung geachtet. Das schützt uns vor Verletzungen und hält uns jung. Das ständige Rollen und Aufstehen ist eine super Rückenschulung und der beste Ausgleich zu einer sitzenden Tätigkeit. Zudem wird Körper und Geist durch schwierige Körperkoordination, Bewegungsabläufe und Gedächtnisübungen gefordert. Das „entkalkt“ die grauen Zellen und hält letztendlich den Geist und Körper fit.

 

Jeder ist für Aikijutsu geeignet
Aikijutsu kann von Menschen jeden Geschlechts und Alters erlernt werden. Im Aikijutsu finden der streßgeplagte Manager, der Mann am Fließband, die ruhelose Hausfrau sowie die durch den Leistungsdruck oft schon überforderten Kinder/Jugendliche einen neuen und natürlichen Weg der förderlichen Entspannung. Lernen bedeutet auch sich ändern. Es ist immer aufregend etwas wirklich Neues zu lernen. Was jedes Kind noch beherrscht, nämlich lernen durch Ausprobieren, dazu müssen Erwachsene oft erst wieder den Mut finden. Etwas falsch zu machen, ist im Aikijutsu nicht schlimm, denn nur wer nicht lernt, macht keine Fehler. Wer die Erfahrungen aus dem Training mit in den Alltag nimmt, sei es den Mut zum Ausprobieren oder die Art des Umgangs mit anderen Menschen, lebt Aikijutsu und versteht, wieso es nicht einfach als Sport bezeichnet wird. Wer es noch nicht kennt, kann nur durch Ausprobieren herausfinden, ob es das Richtige ist.

 

Erziehung und soziale Werte
Aikijutsu fördert die Zusammenarbeit und den verantwortlichen Umgang miteinander. Aufbauend auf den ethischen Überlegungen der philosophischen Denkweisen Asiens sind Höflichkeit, Einhaltung der Etikette und gegenseitige Achtung wesentliche Merkmale für die Atmosphäre in einem Dojo (Übungsraum). Aikijitsu vermittelt soziale Werte, die heute in unserer Gesellschaft leider auch auf dem Rückzug sind: Partnerschaft (Aikijutsu kann man nur zu zweit trainieren: Der Partner als Spiegel der eigenen Person), Rücksichtnahme, Nächstenliebe, Verantwortung für den Nächsten.

Der Dojo FD Martial Arts Club ist Deutschlands erstes offizielles Aikijutsu Dojo unter Shihan Dogan Orakci, 6. Dan Aikijutsu, Schweiz.

Training montags von 18.45 Uhr bis 20.00 Uhr

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